Die Mitarbeitenden des Kunsthauses sind innerhalb ihrer Disziplinen und interdisziplinär international vernetzt. Sowohl in berufsspezifischen wie bei gesellschaftlich relevanten Fragen arbeiten wir mit anderen Organisationen zusammen. Wir teilen unsere Expertise und bündeln Ressourcen insbesondere dort, wo Forschung und Wissenschaft mit öffentlichen Geldern oder durch Dritte unterstützt werden.

Kooperationen

Partnerschaft des Kunsthaus Zürich mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich

Das Kunsthaus Zürich und das Kunsthistorische Institut der Universität Zürich arbeiten seit Jahren projektbezogen zusammen und haben vielfältige gemeinsame Forschungsinteressen. Diese fruchtbare Kooperation soll in Zukunft konsequent weiter ausgebaut werden. Zu diesem Zweck wurde im September 2026 ein weitreichendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. Es ist die erste Absichtserklärung zwischen den beiden seit über 100 Jahren benachbarten Institutionen.

Partnerschaft des Kunsthaus Zürich
Von links nach rechts: Ann Demeester, Bärbel Küster (Institutsvorsteherin Kunsthistorisches Institut) und Katharina Michaelowa (Dekanin Philosophische Fakultät Universität Zürich) © Foto: Franca Candrian, Kunsthaus Zürich

Das Memorandum of Understanding umfasst sowohl Grundlagenforschung im Bereich der Provenienzforschung als auch der Museumsgeschichte und -theorie sowie der Archivforschung im Museumskontext. Das erste Kooperationsprojekt widmet sich der Geschichte des Kunsthauses Zürich und seiner Sammler:innen, in dessen Rahmen zwei Dissertationen entstehen. Geplant sind zudem gemeinsame Workshops, Konferenzen und Vortragsreihen. Zukünftig sollen weitere Forschungsanträge entwickelt und eingereicht werden.

Auch in der Lehre wird die Zusammenarbeit intensiviert. Gemeinsame Seminare und Übungen am Kunsthistorischen Institut unter Mitwirkung von Mitarbeitenden des Kunsthauses Zürich werden verstetigt und ausgebaut. Zugleich soll den Studierenden des Kunsthistorischen Instituts durch Praktikumsplätze am Kunsthaus Zürich die Möglichkeit gegeben werden, bereits während des Studiums erste praxisnahe Erfahrungen im Museum zu sammeln. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Universität und Museum zu stärken.

Koordination der Partnerschaft: Mattes Lammert, Lecturer Research Kunsthistorisches Institut, und Joachim Sieber, Leiter Provenienzforschung Kunsthaus Zürich, in Abstimmung mit Maja Wismer, Leiterin Sammlung und Forschung Kunsthaus Zürich.

Forschungsbereiche am Museum

Wir betreiben aktive Provenienzforschung. Ziel unserer Provenienzforschung ist die Aufarbeitung der Besitzverhältnisse von Kunstwerken seit dem Zeitpunkt ihrer Entstehung. Im Fokus stehen Werke, welche während der Zeit des Nationalsozialismus und der Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden sowie anderen Minderheiten einen Besitzerwechsel erfuhren.

Während wir mit der Provenienzforschung den Lebenswegen von Kunstwerken nachgehen, stellt die Restaurierung und Konservierung sicher, dass diese Werke auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Unsere Abteilung für Restaurierung und Konservierung engagiert sich tagtäglich dafür, die rund 110.000 Werke unterschiedlichster Gattungen – Gemälde, Skulpturen, Installationen, Kunstwerke auf Papier, Fotografie, historische Dokumente sowie zeitbasierte Kunst – in ihrer unverwechselbaren Qualität zu erhalten und der künstlerischen Intention entsprechend erlebbar zu machen.

Um Kunst nicht nur zu bewahren, sondern auch Wissen darüber zugänglich zu machen, spielt unsere öffentlich zugängliche Bibliothek eine zentrale Rolle. Sie bietet umfangreiche Ressourcen zur Kunstgeschichte, darunter Bücher, Zeitschriften und unterstützt Forschung und Bildung.

Ergänzt wird das Angebot der Bibliothek durch unser Archiv, das wertvolle Einblicke in die Geschichte unserer Institution und ihrer Entwicklung bietet. Hier bewahren wir eine einzigartige Sammlung historischer Dokumente, die die Entwicklung der Institution und ihrer Vorgängerorganisationen bis in die 1970er Jahre nachvollziehbar machen.

Ausgewählte Teile des Bibliotheks- und des Archivbestands werden fortlaufend digitalisiert und online veröffentlicht.