Bedeutendste museale Sammlung
Die Stiftung bezweckt die Schaffung und Unterhaltung eines ALBERTO GIACOMETTI - ZENTRUMS in Zürich, durch eine museale und repräsentative Sammlung von Werken Alberto Giacomettis, um in würdiger Weise das Œuvre des Künstlers in seiner Entwicklung und in allen seinen Ausdrucksformen (Plastik, Maleriei, Zeichnungen und Grafik) dauernd der Öffentlichkeit und dem Studium von Kunstwissenschaftlern und Kunstfreunden zugänglich zu machen.
Die Bestände der Stiftung werden zum grossen Teil im Kunsthaus Zürich aufbewahrt und in der ständigen Schausammlung präsentiert. Hier sind auch die Verwaltung und die Dokumentation domiziliert. Ein Viertel des ursprünglichen Bestandes wird im Kunstmuseum Basel und zehn Prozent im Kunstmuseum Winterthur gezeigt.
Die Alberto Giacometti-Stiftung wurde 1965 von einer Gruppe von Kunstfreunden um Hans C. Bechtler in Zürich gegründet, die über den Basler Galeristen Ernst Beyeler die Giacometti-Bestände des Pittsburgher Industriellen David Thompson erwarben. Er besass zahlreiche wichtige Skulpturen aus der avantgardistischen Periode von 1925 bis 1934 und Exemplare der meisten Hauptwerke von 1947 bis 1950, den schöpferischsten Phasen Giacomettis. Der Künstler selbst ergänzte das spätere Werk durch eine Gruppe von Zeichnungen und etliche Gemälde. 2006 schenkten Bruno und Odette Giacometti aus dem Nachlass Albertos der Stiftung 75 Gipse und mehrere Bronzen.
Der Bestand ist inzwischen auf rund 800 Objekte angewachsen. Er umfasst das Lebenswerk Alberto Giacomettis von seinen frühesten bis zu den letzten Werken in allen wesentlichen Aspekten und zahlreichen, überraschenden Facetten.